Zitat von Jan Böhmermann (über Elon Musk, X / Twitter, Tesla)

Zitat von Jan Böhmermann (über Elon Musk, X / Twitter, Tesla)
Elon Musk will bei Twitter so sehr eine freundliche, einladende, warme Umgebung wie er bei Tesla Elektroautos für normalverdienende Nicht-Arschlöcher will.
Jan Böhmermann - Oktober 2022, via Twitter
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August Glotzkowski aus Augsburg stand gern im Mittelpunkt. Er hatte sich ein rundes Zimmer gezimmert, mit Regalen ringsum, so weit das Auge reichte. In den Regalen standen würfelförmige Glasgefäße, eins ordentlich neben dem anderen. Darin jeweils ein paar Feuchtpräparate in Ethanol. Er liebte das. Dieser Augenblick, wenn all diese Augenpaare auf ihn gerichtet waren. Er stand in der Mitte seines runden Raumes und grüßte mit angewinkeltem Arm und wackelndem Handgelenk, wie das Fähnchen auf dem Turme, wie die Queen, mal rechts mal links und lächelte. Angefangen hatte es mit dieser kleinen Schlampe, in die er sich verguckt hatte, auf die er ein Auge geworfen hatte. Sie hatte ihm per SMS geschrieben, sie wolle ihn nie mehr sehen. 'Na gut', hatte er gedacht. Das Geräusch hatte ihm gefallen. Das was der Eierlöffel macht, wenn er dem Vakuum Luft macht. Und so machte er weiter, klingelte willkürlich Abends an fremden Haustüren und wenn geöffnet wurde, hielt er den Eierlöffel hoch und sagte Sätze wie, 'Trau, schau, wem?' oder 'Na guck mal einer an', oder 'Was glauben sie, zählt Augapfel zu Obst?' Das ein oder andere mal wäre es fast ins Auge gegangen, aber August sagte sich, 'Augen zu und durch, wird schon klappen' und tat es auch. Und so wurde seine Sammlung größer und größer. Anfänglich hatte er die Pärchen provisorisch sortiert, später nach Farben sortiert. Wenn er sich so umsah, der Übergang von Grün zu Braun, da musste er immer ein Auge zu drücken, das sah noch nicht so gut aus. Da sollte vielleicht noch ein Paar mit Iris-Heterochromie dazwischen, das verbindet besser. August Glotzkowski stand gern im Mittelpunkt, das hatte sein Publikum eingesehen. Er stand in der Mitte seines runden Raumes und grüßte, mal rechts, mal links. Der leicht bissige Geruch des Ethanols trieb ihm ein wenig die Tränen in die Augen, aber das passte zu seiner gespielten Beschämung. Wie vielen Leuten er schon die Äuglein raus gemacht hatte? Er hatte den Überblick verloren.
Marco Göllner in Fest & Flauschig Intros - #30 - 1000 ganz legale Steuertricks (Gib dem Hass eine Chance)
Die Metzgerbrüder Mick und Max aus Mettmann hatten eine Selbsthilfegruppe gegründet. Name: 'Hack!' Um der vegetarisch-veganen Bewegung eins entgegen zu setzen. Leitspruch: 'Maurermarmelade for ever!' Jeder der wollte konnte mettmachen. Das hatten sie mettlerweile schriftlich festgehalten in ihrer Hackordnung. Leider waren die beiden die einzigen Mettglieder. Aber sie machten es sich schön, trafen sich jeden Mettwoch zum fröhlichen Metteinander, spielten Tennis mit Hackbällchen oder machten 100 Metter-Lauf, oder Schinkenklopfen, oder Sackhüpfen beim jeweils anderen. Sie teilten alles brüderlich, halb und halb, auch das Mettagessen, was natürlich der Hauptgrund ihrer Selbsthilfegruppe war. Immer schön den Wolf gedreht, oben Schwein rein, unten Brötchen drunter, Zwiebeln drauf, feddich. Mick war leider nicht der hübscheste. Er sah oft ziemlich mettgenommen aus und hatte viele, viele Mettesser in seiner Hackfresse und trat außerdem immer wieder ins Mettnäpfchen. Max hatte Mettgefühl und oft Mettleid mit ihm. So würde das nie was werden mit die Frauen. Er selbst war mit Petra verheiratet, Nachname Hacke. Hacke-Petra sah genauso aus wie sie hieß und das war schön für Max. Und Mick war neidisch und fragte, ob sie nicht auch mit Petra halb und halb machen könnten. Gesagt, getan. Dutzend Brötchen gekauft, zwei Zwiebeln und ab dafür. Um Metternacht waren sie schlipp und schlapp, lassen Hackelberry Finn, hörten Mettal-Musik aus Mettland und träumten, träumten vom Mettsommer in Schweden.
Marco Göllner in Fest & Flauschig Intros - #28 - Die Baustelle des Lebens
Als kleiner Bub bekam Tobias von seinem Großvater einen kleinen, braunen Brustbeutel aus echtem Leder geschenkt. Mit verschwörerischer Miene sprach der Alte zu ihm, 'Junge, dieser kleine, braune Brustbeutel aus echtem Leder soll dich ab jetzt auf all deinen Reisen begleiten. Steck alles rein, was dir wichtig ist. Nimm ihn niemals ab, dann kann dir nichts passieren. Ein Portemonnaie kann man ganz schnell klauen, aber um an den kleinen, braunen Brustbeutel aus echtem Leder zu kommen, müsste man dir schon deinen fetten Hals durchschneiden.' Seitdem trug Tobias seinen Personalausweise, ein paar Geldscheine und ein aus der Bravo ausgeschnittenes Samantha Fox-Foto in seinem kleinen, braunen Brustbeutel aus echtem Leder. Er wuchs zu einem temperamentvollen, jungen Mann heran und besuchte oft südländische Regionen und Schwellenländer wie Spanien, Kroatien oder Thailand. Er erlebte zahlreiche heiße Sommertage, die mit der Zeit ihren Tribut zollen sollten. Durch den Schweiß und seine sich in der Sonne auflösende, teigige Haut wurde der kleine, braune Brustbeutel aus echtem Leder immer mehr in seinen Körper hinein gezogen, bis er mit ihm verschmolz. Einmal musste Tobias sogar ein italienisches Krankenhaus aufsuchen, um den kleinen, braunen Brustbeutel aus echtem Leder wieder heraus operieren zu lassen. Das hielt ihn aber nicht davon ab, den kleinen, braunen Brustbeutel aus echtem Leder weiterhin zu tragen. Und diese Entscheidung sollte ihm einige Jahre später das Leben retten. Er hatte sich bei einer Wanderung durch den Schwarzwald mit seinem besten Freund Arne verlaufen. Die beiden waren völlig ausgetrocknet und am Ende ihrer Kräfte. Zum Glück war es ein sehr heißer Tag gewesen und Tobias' kleiner, brauner Brustbeutel aus echtem Leder hatte schon eine Menge Schweiß aufgesogen. Tobias legte den kleinen, braunen Brustbeutel aus echtem Leder zwischen Daumen und Zeigefinger und presste sage und schreibe 0,7 Liter Eigenschweiß in eine leere Fanta-Flasche, die er am Wegesrand gefunden hatte. Gierig tranken die beiden den harzigen Saft und sammelten so Kräfte für den Heimweg. Leider wurde Tobias' bester Freund durch das Trinken des Schweißes sehr, sehr krank und verstarb einige Stunden später noch auf dem Nachhauseweg. Tobias allerdings erfreut sich bester Gesundheit und erzählt noch heute ab und zu in Talk-Shows von dem kleinen, braunen Brustbeutel aus echtem Leder seines Großvaters.
Marco Göllner in Fest & Flauschig Intros - #26 - Altern und Würde

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