Spuren im Sand
Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Hund an meiner Seite.
Vor dem dunklen Nachthimmel
erstrahlten, Streiflichtern gleich,
Bilder aus meinem Leben.
Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Hundes.
Als das letzte Bild an meinen Augen
vorübergezogen war, blickte ich zurück.
Ich erschrak, als ich entdeckte,
dass an vielen Stellen meines Lebensweges
nicht mehr nur unsere zwei Spuren zu sehen waren,
sondern es sich noch viele Pfoten- und Tatzenabdrücke zu uns gesellten.
Ja ich erkannte die Spuren - sie waren mir vertraut.
Es waren die Abdrücke meiner geliebten Haustiere, meiner treuen Weggefährten,
die jahrelang an meiner Seite mit mir durchs Leben gingen,
und ich mich schmerzhaft von ihnen verabschieden musste,
weil unsere Wege sich an der Regenbogenbrücke trennten.
Mir war damals bewusst,
ich würde sie wieder sehen und in meine Arme schließen können.
Aber jetzt erkannte ich,
sie waren immer bei mir, an meiner Seite - nie wirklich weg.
In den schönen Momenten meines Lebens
gesellte sich immer eine verstorbene Seele zu mir und meinen Hund.
Aber in den schwersten Zeiten meines Lebens,
da waren alle an meiner Seite.
Ein Gefühl von tiefer Glückseligkeit durchströmte meinen Körper
und mein Herz floss über vor Liebe.
Ich wachte auf, mein Hund lag an meiner Seite
und mir wurde bewusst,
die Bande der Liebe werden mit dem Tode nicht zerschnitten.
Eng vertraute und geliebte Gefährten
sterben nicht von uns weg,
sondern in uns hinein. (Hundemensch) - in Anlehnung an das Original von Margaret Fishback Powers
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