Zitate und Sprüche von Heinrich Heine

Zitate und Sprüche von Heinrich Heine

Christian Johann Heinrich Heine (* 13. Dezember 1797 als Harry Heine in Düsseldorf, Herzogtum Berg; † 17. Februar 1856 in Paris) war einer der bedeutendsten deutschen Dichter, Schriftsteller und Journalisten des 19. Jahrhunderts.

Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste.
6
Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles seine Bemerkungen.
4
Das ist schön bei uns Deutschen;
keiner ist so verückt,
dass er nicht einen noch Verrückteren fände,
der ihn versteht.
4
Nichts fürchtet ein dummer Mann mehr als eine gescheite Frau.
4
So ein bisschen Bildung ziert den ganzen Menschen.
3
In dunklen Zeiten wurden die Völker am besten durch die Religion geleitet, wie in stockfinstrer Nacht ein Blinder unser bester Wegweiser ist; er kennt dann Wege und Stege besser als ein Sehender. Es ist aber töricht, sobald es Tag ist, noch immer die alten Blinden als Wegweiser zu gebrauchen.
3
Wenn wir es recht überdenken, so stecken wir doch alle nackt in unseren Kleidern.
3
Gott wird mir vergeben, das ist sein Beruf.
letzte Worte - 17. Februar 1856
2
Die Freiheit der Meinung setzt voraus, dass man eine hat.
2
Nur Narren wollen gefallen; der Starke will seine Gedanken geltend machen.
2
Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Knospen sprangen,
Da ist in meinem Herzen
Die Liebe aufgegangen.
Im wunderschönen Monat Mai
1
Düfte sind die Gefühle der Blumen.
1
Denk' ich an Deutschland in der Nacht,
Dann bin ich um den Schlaf gebracht,
Ich kann nicht mehr die Augen schließen.
Und meine heißen Tränen fließen.
Nachtgedanken
1
Es gibt nichts Stilleres als eine geladene Kanone.
1
Liebe:
In Frankreich eine Komödie,
in England eine Tragödie,
in Italien eine Oper
und in Deutschland ein Melodrama.
1
Ärgert dich dein Auge, so reiß es aus, ärgert dich deine Hand, so hau sie ab, ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und ärgert dich deine Vernunft, so werde katholisch.
1
Gott hat die Esel geschaffen, damit sie dem Menschen zum Vergleich dienen können.
1
Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.
aus der Tragödie Almansor (1823)
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Die deutschen Censoren ---- ---- ---- ----
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Unter jedem Grabstein liegt eine Weltgeschichte.
Du fragst mich Kind, was Liebe ist?
Ein Stern in einem Haufen Mist.
Ärgert dich dein Auge, so reiß es aus, ärgert dich deine Hand, so hau sie ab, ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und ärgert dich deine Vernunft, so werde katholisch
Die Stadt, zur Hälfte abgebrannt,
Wird aufgebaut allmählig;
Wie’n Pudel, der halb geschoren ist,
Sieht Hamburg aus, trübselig.
Wenn der liebe Gott sich im Himmel langweilt, dann öffnet er das Fenster und betrachtet die Boulevards von Paris.
Das Volk von Paris hat die Welt befreit und keinmal ein Trinkgeld dafür angenommen.
Paris, die Stadt der Freiheit, der Begeisterung und des Märtyrertums, die Heilandstadt, die für die weltliche Erlösung der Menschheit schon so viel gelitten!
Würde die Langeweile einen Geburtsort haben, dann wäre es Lüneburg!
Zu Aachen langweilen sich auf der Straß // die Hunde, sie flehn untertänig: Gib uns einen Fußtritt, o Fremdling, das wird // vielleicht uns zerstreuen ein wenig.
Deutschland. Ein Wintermärchen
Paris, die schöne Zauberstadt, die dem Jüngling so hold-selig lächelt, den Mann so gewaltig begeistert, und den Greis so sanft tröstet.
Rom wollte immer herrschen, und als seine Legionen fielen, sandte es Dogmen in die Provinzen.
Die Reisebilder. 2. Teil, Die Nordsee
Keine Stadt hat nämlich weniger Lokalpatriotismus als Berlin. Der Grund dazu ist: Berlin ist gar keine Stadt, sondern Berlin gibt bloß den Ort dazu her, wo sich eine Menge Menschen versammeln, denen der Ort ganz gleichgültig ist.
Die Stadt Düsseldorf ist sehr schön, und wenn man in der Ferne an sie denkt, und zufällig dort geboren ist, wird einem wunderlich zu Mute. Ich bin dort geboren, und es ist mir, als müsste ich gleich nach Hause gehn.
Das junge Mädchen sagte: Der Herr muss sehr reich sein, denn er ist sehr hässlich. Das Publikum urteilt in derselben Weise: Der Mann muss sehr gelehrt sein, denn er ist sehr langweilig. Daher der Sukzess vieler Deutschen in Paris.
Es ist schwer, in Stuttgart nicht moralisch zu sein. In Paris ist es schon leichter, das weiß Gott!
Paris ist eigentlich Frankreich. Dieses ist nur die umliegende Gegend von Paris.
Jede Zeit ist eine Sphinx, die sich in den Abgrund stürzt, sobald man ihr Rätsel gelöst hat.
Unser deutscher Sommer ist ein grün angestrichener Winter.
Jede Zeit hat ihre Aufgabe, und durch die Lösung derselben rückt die Menschheit weiter.
Das Christenthum - und das ist sein schönstes Verdienst - hat jene brutale germanische Kampflust einigermaßen besänftigt, konnte sie jedoch nicht zerstören, und wenn einst der zähmende Talisman, das Kreuz, zerbricht, dann rasselt wieder empor die Wildheit der alten Kämpfer, die unsinnige Berserkerwuth (...) Der Gedanke geht der That voraus, wie der Blitz dem Donner. Der deutsche Donner ist freylich auch ein Deutscher und ist nicht sehr gelenkig und kommt etwas langsam herangerollt; aber kommen wird er, und wenn Ihr es einst krachen hört, wie es noch niemals in der Weltgeschichte gekracht hat, so wißt: der deutsche Donner hat endlich sein Ziel erreicht. Bey diesem Geräusche werden die Adler aus der Luft todt niederfallen, und die Löwen in der fernsten Wüste Afrikas werden die Schwänze einkneifen und sich in ihre königlichen Höhlen verkriechen. Es wird ein Stück aufgeführt werden in Deutschland, wogegen die französische Revoluzion nur wie eine harmlose Idylle erscheinen möchte.
Ich will gar nicht sagen, die Weiber hätten gar keinen Charakter. Beileibe nicht! Sie haben vielmehr jeden Tag einen anderen.
Die Musik bei einem Hochzeitszug
erinnert mich immer an die Musik von Soldaten,
die in den Krieg ziehen.
Das Glück ist eine leichte Dirne
und weilt nicht gern am selben Ort;
sie streicht das Haar dir von der Stirne
und küßt dich rasch und flattert fort.
Frau Unglück hat im Gegenteile
dich liebefest ans Herz gedrückt;
sie sagt, sie habe keine Eile,
setzt sich zu dir ans Bett und strickt.
Dieses Geständniß, daß den Communisten die Zukunft gehört, machte ich im Tone der größten Angst und Besorgniß, und ach! diese Tonart war keineswegs eine Maske! In der That, nur mit Grauen und Schrecken denke ich an die Zeit wo jene dunklen Iconoklasten zur Herrschaft gelangen werden: mit ihren rohen Fäusten zerschlagen sie als dann alle Marmorbilder meiner geliebten Kunstwelt, sie zertrümmern alle jene phantastischen Schnurpfeifereyen die dem Poeten so lieb waren; sie hakken mir meine Lorbeerwälder um und pflanzen darauf Kartoffeln (...) und ach! mein Buch der Lieder wird der Krautkrämer zu Düten verwenden um Kaffe oder Schnupftabak darin zu schütten für die alten Weiber der Zukunft - Ach! das sehe ich alles voraus und eine unsägliche Betrübniß ergreift mich wenn ich an den Untergang denke womit meine Gedichte und die ganze alte Weltordnung von dem Communismus bedroht ist - Und dennoch ich gestehe es freymüthig, übt derselbe auf mein Gemüth einen Zauber, dessen ich mich nicht erwehren kann, in meiner Brust sprechen zwey Stimmen zu seinen Gunsten, die sich nicht zum Schweigen bringen lassen (...).
Denn die erste dieser Stimmen ist die der Logik. (...) und kann ich der Prämisse nicht widersprechen: »daß alle Menschen das Recht haben zu essen«, so muß ich mich auch allen Folgerungen fügen(...).
Die zweite der beiden zwingenden Stimmen von welchen ich rede, ist noch gewaltiger als die erste, denn sie ist die des Hasses, des Hasses den ich jenem gemeinsamen Feinde widme, der den bestimmtesten Gegensatz zu dem Communismus bildet und der sich dem zürnenden Riesen, schon bey seinem ersten Auftreten entgegenstellen wird - ich rede von der Parthey der sogenannten Vertreter der Nazionalität in Deutschland, von jenen falschen Patrioten deren Vaterlandsliebe nur in einem blödsinnigen Widerwillen gegen das Ausland und die Nachbarvölker besteht und die namentlich gegen Frankreich täglich ihre Galle ausgießen.

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Ich küsse dich mit weitgedachtem Rüssel. Aus Düssel.
Ein Verstand braucht Bücher, wie ein Schwert den Schleifstein.
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5
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