Zitate und Sprüche von Erich Kästner

Emil Erich Kästner war ein deutscher Schriftsteller, Publizist, Drehbuchautor und Verfasser von Texten für das Kabarett. Bekannt machten ihn vor allem seine Kinderbücher wie Emil und die Detektive, Das doppelte Lottchen und Das fliegende Klassenzimmer sowie seine humoristischen und zeitkritischen Gedichte.

Zitate und Sprüche von Erich Kästner

Wenn ein kleiner Junge ein Stück Holz unterm Ofen hervorholt und zu dem Holz 'Hü!' sagt, dann ist es ein Pferd, ein richtiges lebendiges Pferd. Und wenn der große Bruder sich kopfschüttelnd das Holz betrachtet und zu dem kleinen Jungen sagt: 'Das ist ja gar kein Pferd, sondern du bist ein Esel', so ändert das nicht das Geringste daran. Und mit meiner Zeitungsnotiz war es ähnlich. Die anderen Leute dachten: Na ja, das ist eben eine Notiz von zwanzig Zeilen. Ich aber murmelte 'Hokuspokus!', und da war's ein Buch.

Fantasie, KinderbücherErich Kästner in Pünktchen und Anton
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Die Monate haben es eilig. Die Jahre haben es eiliger. Und die Jahrzehnte haben es am eiligsten. Nur die Erinnerungen haben Geduld mit uns.

Erinnerungen, ZeitErich Kästner
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Echte, berufene, geborene Lehrer sind fast so selten wie Helden und Heilige.

LehrerErich Kästner
 
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Was auch immer geschieht: Nie dürft Ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man Euch zieht, auch noch zu trinken!

Erich Kästner
 
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Warum muß es immer so gemacht werden, wie es früher gemacht wurde? Wenn das konsequent geschähen wäre, säßen wir heute noch auf den Bäumen!

Fortschritt, VeränderungErich Kästner, Fabian. Die Geschichte eines Moralisten
 
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Die Zeit vergeht. Sie weiß es nicht besser.

Zeit, KinderbücherErich Kästner in Das doppelte Lottchen
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Wenn ein Kind lesen gelernt hat und gerne liest, entdeckt und erobert es eine zweite Welt, das Reich der Buchstaben. Das Land des Lesens ist ein geheimnisvoller, unendlicher Erdteil. Aus Druckerschwärze entstehen Dinge, Menschen, Geister und Götter, die man sonst nicht sehen könnte. Wer noch nicht lesen kann, sieht nur, was greifbar vor seiner Nase liegt oder steht [..] Wer lesen kann, sitzt über einem Buch und erblickt mit einem Male den Kilimandscharo oder Karl den Großen oder Huckleberry Finn im Gebüsch oder Zeus als Stier, und auf seinem Rücken reitet die schöne Europa. Wer lesen kann, hat ein zweites Paar Augen, und er muss nur aufpassen, dass er sich dabei das erste Paar nicht verdirbt.

Bücher, LesenErich Kästner, Als ich ein kleiner Junge war
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Fantasie ist eine wunderbare Eigenschaft, aber man muss sie im Zaum halten.

FantasieErich Kästner
 
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Am Schluss ist das Leben nur eine Summe aus wenigen Stunden, die man zulebte. Sie sind; alles andere ist nur ein langes Warten.

LebenErich Kästner
 
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Der Humor ist der Regenschirm der Weisen.

Humor & ComedyErich Kästner
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Wenn einer keine Angst hat, hat er keine Fantasie.

He, who's not scared, has no imagination.

Angst, FantasieErich Kästner
 
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Wie kann ein Erwachsener seine Jugend nur so vollkommen vergessen, dass er eines Tages überhaupt nicht mehr weiß, wie traurig und unglücklich Kinder bisweilen sein können. Es ist nämlich gleichgültig, ob man wegen einer zerbrochenen Puppe weint oder weil man, später einmal, einen Freund verliert.

Kinder & Kindheit, Verlust, KinderbücherErich Kästner in Das fliegende Klassenzimmer
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Am besten wär's, die Kinder blieben klein.

Kinder & KindheitErich Kästner
 
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Alles, was gigantische Formen annimmt, kann imponieren - auch die Dummheit.

DummheitErich Kästner
 
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Die Stadt war so groß. Und Emil war so klein. Und kein Mensch wollte wissen, warum er kein Geld hatte und warum er nicht wusste, wo er austeigen sollte. Vier Millionen Menschen lebten in Berlin und keener interessierte sich für Emil Tischbein. Niemand will von den Sorgen und Freuden genug zu tun. Und wenn man sagt: 'Das tut mir aber wirklich leid', so meint man meistens gar nichts weiter als: 'Mensch, lass mich bloß in Ruhe!'

Was würde warden? Emil schlukte schwer. Und er fühlte sich sehr, sehr allein.

KinderbücherErich Kästner in Emil und die Detektive
 
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Der Bayer hat einen gemächlichen, gemütlichen Puls. Man kann dabei sehr alt werden.

MünchenErich Kästner, über Münchner
 
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Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch.

AlterErich Kästner
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Eine Geschichte, ein Roman, ein Märchen - diese Dinge gleichen den Lebewesen, und vielleicht sind es sogar welche.

Märchen, KinderbücherErich Kästner in Emil und die Detektive
 
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Die Ereignisse von 1933 bis 1945 hätten spätestens 1928 bekämpft werden müssen. Später war es zu spät. Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf Landesverrat genannt wird. Man darf nicht warten, bis aus dem Schneeball eine Lawine geworden ist. Man muss den rollenden Schneeball zertreten. Die Lawine hält keiner mehr auf.

DemokratieErich Kästner
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Die meisten Menschen legen ihre Kindheit ab wie einen alten Hut. Sie vergessen sie wie eine Telefonnummer, die nicht mehr gilt. Früher waren sie Kinder, dann wurden sie Erwachsene, aber was sind sie nun? Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch.

Kinder & Kindheit, AlterErich Kästner
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Der Humor ist der Regenschirm der Weisen.

Humor & Comedy, WeisheitErich Kästner
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Erst bei den Enkeln ist man dann so weit, dass man die Kinder ungefähr verstehen kann.

Kinder & Kindheit, GenerationenErich Kästner
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Entweder man lebt, oder man ist konsequent.

LebenErich Kästner
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Alles, was gigantische Formen annimmt, kann imponieren - auch die Dummheit.

Dummheit, MedienErich Kästner
 
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An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern.

Verantwortung, KinderbücherErich Kästner in Das fliegende Klassenzimmer
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Man kann auf seinem Standpunkt stehen, aber man sollte nicht darauf sitzen.

MeinungErich Kästner
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Wird's besser? Wird's schlimmer?
fragt man alljährlich.
Seien wir ehrlich:
Leben ist immer
lebensgefährlich.

Leben, Silvester & NeujahrErich Kästner
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Bei Vorbildern ist es unwichtig, ob es sich dabei um einen großen toten Dichter, um Mahatma Gandhi oder um Onkel Fritz aus Braunschweig handelt, wenn es nur ein Mensch ist, der im gegebenen Augenblick ohne Wimpernzucken gesagt oder getan hat, wovor wir zögern.

Lehrer, LernenErich Kästner
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Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen.

Erich Kästner
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Manchmal kommt es nicht auf Worte an, sondern darauf, dass man etwas tut.

HandelnErich Kästner
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Es kann nicht früh genug darauf hingewiesen werden, dass man die Kinder nur dann vernünftig erziehen kann, wenn man zuvor die Lehrer vernünftig erzieht.

Lehrer, Kinder & Kindheit, ErziehungErich Kästner
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Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

Erich Kästner
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Erst wenn die Mutigen klug und die Klugen mutig geworden sind, wird das zu spüren sein, was irrtümlicherweise schon oft festgestellt wurde: ein Fortschritt der Menschheit.

Menschen, Intelligenz & Klugheit, Selbstbewusstsein, KinderbücherErich Kästner in Das fliegende Klassenzimmer
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