Frei das Wort! Frei der Gedanke!

Persönlicher Blog von Peter Wohlrab

16.05.2014

Von blinden Göttern

Dochte liegen auf den nassen, schimmernden Straßen
abgebrannt und schwarz.
Ihr Feuer brannte, das Licht erhellte
die Dunkelheit vergaß ihr scheußliches Tun,
nur um dem geleisenden Schein
die Augen darzubieten,
darzureichen
dem prunkenden Sonnenaltar.

Sie,
die Zünder waren ein Punkt
das Übel zu beherrschen,
vielleicht auch nur zu verbergen
einen Nebel aus blinden Reimen
hinüber zu legen.

Daher steckte man sie in Kerzenköpfe
die in dunklen Seitengassen leben
Die zu schmelzen bereit waren schon
seid ihrer ersten Flamme im
federleichten Lebensstrand.

Es schreien die glatzköpfigen Götter darüber,
Licht sei nur ihnen vorbestimmt
kein stumpfsinniges Eigenleben
dort weit unter ihnen
darf sich dessen zu haben behaupten.

Daher kam der erste Donnerschlag
der Himmel trug Trauer von so viel Zorn
und fing an zu weinen,
die Tränen eines verlassenen Kindes.