Frei das Wort! Frei der Gedanke!

Persönlicher Blog von Peter Wohlrab

10.09.2014

Blog 2

Meine Nachrichten verstehe ich selber nicht.
Ich schreibe sie und schon ist der Sinn versteckt.
Sie hören sich gut an, man kann sie gut lesen.
Nur für mich sind sie krakelige Schriftzeichen auf einem
klebrigen, abgeranzten Tresen.
Dabei haben sie einen guten Zweck,
ich meine sie gut, meine Finger tippen sie
und die Buchstaben fallen auf die Knie.
Vor lauter Erschöpfung. Es tut auch weh gelesen zu werden.
Es ist mindestens so anstrengend für sie verstanden zu werden, wie auch für uns sie zu verstehen. Dabei landen Radiergummireste auf meinem Tisch,
weil ich dazu übergegangen bin, nur noch auf Papier zu schreiben.
Vielleicht werden sie dadurch klarer,
genauer, verständlicher.
Aber wenn der Schreiber seine Worte nicht versteht,
wer denn sonst?